Eine nachhaltige Morgenroutine

How we start our day determines how we create our life.“ – Hal Elrod

Wie bereits im letzten Artikel kurz beschrieben, sind Routinen für unser Gehirn wichtig, um Probleme (zunächst) zu eliminieren, den ständigen Strom an Reizen und Sinneseindrücken zu verarbeiten und letztendlich Energie zu sparen. Ist ein Verhalten aus Sicht unseres Gehirns erfolgreich, z.B. weil Glückshormone ausgeschüttet oder negative Gefühle wie Angst vermieden werden, wandert das Verhalten immer mehr vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein und setzt sich fest. Deshalb sind Veränderungen von Routinen und Verhaltens- oder Denkmustern auch so schwierig.

Unser Biorhythmus wird vorrangig bestimmt durch zwei Hormone: Melatonin, das Schlafhormon, und Cortisol, das Stresshormon. Sobald Licht auf unsere Netzhaut und Haut trifft, startet die Ausschüttung von Cortisol und wir werden wach. Gegen Abend wird Cortisol dann abgebaut und wir werden müde. Gleichzeitig ist das der Startschuss für den Gegenspieler, Melatonin, das uns noch müder macht. 

In den Morgenstunden ist also das Cortisollevel sehr hoch. Wer hier ansetzt und den Stresspegel niedrig hält, schafft eine gute Grundlage, damit das auch über den Tag verteilt so bleibt. Das bedeutet nicht, dass man dann gar keinen Stress mehr hat. Stress an sich ist ein Schutzmechanismus des Körpers und kann auch positiv sein. Aber den Stresspegel insgesamt abzuflachen bietet sorgt für mehr Ausgeglichenheit, das sollte einleuchten. 

Coffein am Morgen sorgt übrigens dafür, dass der Cortisolspiegel zusätzlich steigt. Dem Körper wird so die Möglichkeit genommen, auf natürliche Weise wach zu werden. Wenn du morgens zum Beispiel nicht auf deinen Kaffee verzichten, deinem Körper aber etwas Gutes tun möchtest, dann nimm dir lieber 5-10 Minuten bewusst Zeit, den Kaffee zu trinken, anstatt nebenbei am Schreibtisch oder to go in der Straßenbahn. Auch Bewegung am Morgen, z.B. ein kurzer Spaziergang, 10 Minuten Yoga oder Dehnübungen, helfen dabei, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen und Entspannung zu finden. Oder vielleicht hast du eine Pflege-Routine im Bad, der du dich bewusst widmen kannst.

Klein anfangen ist auch hier die Devise. Wer bereits achtsam und zufrieden in den Tag startet, legt einen wichtigen Grundstein dafür, den Rest des Tages in Balance zu verbringen. 

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